Steuermarkt
Alle Programme auf dieser Seite sind für den deutschen Markt gebaut, die einen erstellen Steuererklärungen für das Finanzamt, die anderen sind Software für Steuerkanzleien. Starke Anbieter nennen genau, welche Steuerarten und Meldungen oder welche Kanzlei-Funktionen im Preis stecken.
Unterstützung für Selbstständige
Hier geht es darum, ob Anlage EÜR, Anlage S und G sowie Abschreibungen und Fahrzeugkosten abgedeckt sind. Starke Produkte nennen diese Formulare ausdrücklich, schwächere erwähnen nur Selbstständige allgemein. Kanzleisoftware erstellt solche Erklärungen nicht für dich selbst, sie unterstützt die Kanzlei bei ihren Mandanten.
Erklärungen für Unternehmen
Inhaber kleiner Betriebe brauchen oft Umsatzsteuer-Voranmeldung, Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärung zusätzlich zur Einkommensteuer. Gute Programme nennen jede Erklärung einzeln und sagen, wo Schluss ist, etwa bei Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG. Kanzleisoftware wie DATEV, Agenda oder ADDISON deckt laut Anbieter Steuern und Rechnungswesen für Mandanten ab, Details prüfst du am besten in der Demo.
Elektronische Übermittlung ans Finanzamt
Eine Erklärung zählt erst, wenn sie beim Finanzamt ankommt, deshalb ist die direkte Übermittlung zentral. Achte darauf, ob das Programm über die ELSTER-Schnittstelle sendet oder ob du in Mein ELSTER nacharbeiten musst. Bei Kanzleisoftware zählt, ob ELSTER-Übermittlung genannt ist und ob Erklärungen vom Mandanten digital freigezeichnet werden, was nicht jeder Anbieter angibt.
Datenimport
Vorjahresdaten, vorausgefüllte Daten vom Finanzamt, Belegscan oder Bankanbindung sparen Stunden. Starke Tools übernehmen mehrere dieser Quellen, schwächere beginnen jedes Jahr mit einem leeren Formular. Kanzleien fragen, welche Daten an DATEV gehen: Stammdaten, Belege und Buchungen laufen je nach Produkt über eine Schnittstelle, die teils extra kostet.
Hilfe bei Fragen
Die Hilfe reicht von Hilfetexten und KI-Assistent über Hotline und Chat bis zu Steuercoaches oder einem Steuerberater. Was passt, hängt von der Komplexität deines Falls ab, und mehrere Produkte hier bieten keinen Steuerberater im Programm. Bei Kanzleisoftware geht es um Onboarding, Schulung und Support, nicht um Steuerberatung.
Kanzlei-Funktionen
Das Kriterium gilt für Kanzleisoftware: Mandantenportal für Belege und Freigaben, Freizeichnung, Fristen und Aufgaben, DATEV-Schnittstelle und teils Zeiterfassung, Honorarabrechnung und Bescheidprüfung. Starke Tools nennen genau, was im angebotenen Plan steckt. Bei mehreren Anbietern fehlt ein eigenes Fristenmodul oder die Abrechnung, oder die DATEV-Anbindung kostet extra.
Preismodell
Steuersoftware kostet als Abo, als Einmalkauf pro Steuerjahr, als feste Gebühr pro Erklärung oder als Anteil an der Erstattung. Kanzleisoftware wird pauschal pro Kanzlei, nach Mandantenstufe, pro Nutzer und Jahr oder nur auf Anfrage berechnet. Vergleiche die Gesamtkosten für deinen Fall mit allen nötigen Modulen, nicht den niedrigsten Einstiegspreis.
Zielgröße des Unternehmens
Die meisten Programme zum Selbermachen sind für Solo-Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer gebaut, einzelne auch für mehrere Betriebe. Kanzleisoftware reicht von der Gründerkanzlei bis zum Büro mit mehreren hundert Mandanten. Gute Anbieter sagen, wo sie aufhören, etwa bei Mitarbeitern, mehreren Steuernummern, fehlender Unterstützung für GmbH und UG oder bei großen Mandantenzahlen.